Löser of 1 1/2 Thaler William Augustus, Hamburg

Löser of 1 1/2 Thaler William Augustus, Hamburg

Löser of 1 1/2 Thaler William Augustus, Hamburg

Period: Baroque

Country: Germany

Ruler: William Augustus

Denomination: Löser

Mint: Hamburg

Weight: 44,76 g

Quality: Extremely fine (Vorzüglich)

Auction house: Fritz Rudolf Künker

Date: 15 March 2017

Starting price: 24.000 euros

Historical context

The Münzmeister (“mint master”) was the director or administrator of a mint in Central Europe. At the end of the Middle Ages Münzmeister became respectful in the society and with the Modern Era the Münzmeister dynasties arrived. One of them was the Timpfe Dynasty, whose first member working at Hamburg Mint was Simon Timpfe. On March 23, 1618 Simon employed his son Thomas Timpfe in theHamburg Mint and they worked together until October 1, 1619, when Thomas Timpfe became the only Münzmeister of Hamburg mint. As a proof os his ability, Thomas presented to William Augustus, Duke of Brunswick-Harburg, a Löser of particular perfection. For this reason he created the marvelous piece of art that is now in the auction.

Market

According to the description of the coin in the auction, only five specimens of this coin are known to exist and two of them are kept in museums. Moreover, none of these specimens was sold on public auction recently, so reliable reference prices are difficult to obtain. If we consider other 1 1/2 thaler löser we can see that their hammer price can rise up to 18.000 euros, but these ones we can find are much more common löser than the one now in the auction. Other bigger lösers of similar rarity are more expensive, like this one (34.000 euros), this one (38.000 euros) or this one (95.000 euros). Hence, I would consider that 28.000 to 34.000 euros would be reasonable hammer prices. It can also be noted that all the lösers cited were sold by Künker.

Description from the seller

DIE MÜNZEN DES HERZOGS WILHELM VON BRAUNSCHWEIG-HARBURG (1603-1642)
Die Münzstätte Harburg
Löser zu 1 1/2 Reichstalern o. J. (1618/1619), Harburg. Münzmeister Thomas Timpfe. Ohne Wert­punze; 44,76 g. WILHELMUS • D : G : DUX • BRUNSWICEN : ET • LUNÆBURGENSIS • (Münz­meisterzeichen des Thomas Timpfe: (DOPPELTER ZAINHAKEN), darunter Y) Geharnischtes Hüft­bild r. mit umgelegter Feldbinde, in der Rechten Kommandostab, r. Tisch, darauf Prunkhelm// DOMINUS – PROVIDEBIT Dreifach behelmtes, sechsfeldiges Wappen. Bahrf. 5; Dav. 248; Duve -; Preussag Collection (Auktion London Coin Galleries/Künker 1) -; Welter Nachtrag 721 B.

Von allergrößter Seltenheit. Prachtexemplar mit feiner Tönung. Vorzüglich
Exemplar der Auktion Gießener Münzhandlung 10, Frankfurt 1977, Nr. 313 a.
Rudolf Meier schrieb zu diesem sensationellen Stück folgenden Artikel. Dieser wie die im folgenden Text bei weiteren Stücken zu lesenden Artikel ist auf der Website des Harburger Briefmarkensammler-Vereins unter www.harburger-bsv.de zu finden.
In den Jahren 1618/1619 wurden für „191 Mark, 6 Loth“ (fast 45 kg) geringhaltige „kleine Sorten“ wie Doppel­schillinge, Groschen und Sechslinge geprägt, dazu 1618: 2.936,5 Taler und 1619: 4.440 Taler. Das waren rund 215 kg Reichstaler in ganzen, ½ und ¼ vermelden die Urkunden; vermutlich waren es mehr. Davon wurden alle bis auf zwei ¼-Taler ohne Jahr (Privatbesitz und Deutsche Bank) im Zuge der laufenden Verschlechterung des Geldes einge­schmolzen und zu geringhaltigen Kleinmünzen umgeprägt. Aus diesem Grunde sind Harburger „Grobe Sorten“ vor 1622 heute wirklich selten. Der Harburger Münzmeister Simon Timpfe – der in Stade ebenfalls eine Münzstätte besaß – war inzwischen alt und krank, der beschwerliche Weg nach Harburg war ihm zu viel, so übergab er 1619 seinem Sohn Thomas das Geschäft. Zum Antritt und als Beweis seines Könnens musste dieser dem Herzog und seinen Kanzlern ein Geschenk in Form einer Münzprägung von besonderer Vollkommenheit präsentieren. Er ließ prachtvolle Stempel in der Größe breiter Taler schneiden, mit geharnischtem Hüftbild des Herzogs, seinem Kommandostab und gediegenem Prunkhelm. Von diesen sind noch fünf Exemplare erhalten. Von zweien im Gewicht eines 1½- fachen Talers befindet sich einer in der Slg. des Museums in Braunschweig, der andere aus der 10. Auktion Gorny ist in Privatbesitz [das vorliegende Exemplar]. Von den drei Exemplaren im einfachen Gewicht besitzt eins die Deutsche Bank. Zwei kamen in Auktionen vor: Pauli (1928) ging an Cahn (1933); Roeper (1938) wurde für 335,- Mark an den Münzhändler Peus verkauft, der Verbleib ist unbekannt.

Source

2 Comments

  1. LeoNo Gravatar 2 months ago

    Fantastic workmanship, comparable to Segovia’s. I assume the Hamburg mint was fully mechanised at the time, early XVII.

    • Author
      Adolfo Ruiz CallejaNo Gravatar 2 months ago

      I do not know if the Hamburg mint was fully mechanized by that time, but for sure this löser could not be done with a hammer.

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